Vorbereitung zum Fotoansitz

Location erkunden

Ein Fernglas und eine Dose Pustefix oder ein Wollfaden gehören zu den wichtigsten Ausrüstungsgegenständen, wenn im Revier ein für ein bestimmtes Motiv geeigneter Ansitz bezogen werden soll. Wo sich die Tiere zu welcher Zeit aufhalten sollte besser vorher bekannt sein um stundenlanges, vergebliches ansitzen zu vermeiden. Um das Wild nicht zu stören beobachten Sie es z.B. vorher aus dem Auto heraus und notieren sich bei einem geplanten Nachmittag- oder Abendansitz die Zeit, zu der es auf die Äsungsflächen austritt. Es ist wichtig, dass Sie vorher Ihren Ansitz beziehen um das Wild nicht zu stören. Für den Morgenansitz beziehen Sie den Beobachtungsplatz vor Sonnenaufgang. Wann Sonnenaufgang ist, können Sie z.B. auf dieser Website heraus finden.

Nicht für Vögel aber für nahezu sämtliches andere Wild muss der Ansitz so gewählt werden, dass Sie den Wind von vorne haben. Mit dem Wind im Rücken werden Sie kein einziges Wildtier zu Gesicht bekommen. Hier wird Ihnen eine Dose Pustefix oder ein Wollfaden gute Dienste leisten und die Windrichtung eindeutig anzeigen.

Ansitzeinrichtungen

Ameristep Doghouse

Wenn Sie in einem Jagdrevier mit ebenerdigen Ansitzeinrichtungen fotografieren können, ist das ein besonderes Glück. Falls keine Ansitzeinrichtung zur Verfügung steht, werden Sie auf eine eigene, transportable Lösung zurück greifen müssen:

Zeltstuhl -> Derzeit meine bevorzugte Tarneinrichtung. Der Zeltstuhl ist klein zusammenklappbar und schnell aufgebaut. Ein Fotograf mit Objektiv und Tele passt in den Zeltstuhl, der nach Benutzung in seinem Rucksack verstaut wird.

Ghillie Suit -> Tarnanzug, der den Fotografen in einen "Busch" verwandelt. Beachten Sie bitte, dass diese Kleidung bei fremden Personen zu Irritationen führen kann.

Ameristep Doghouse -> ein sich selbst entfaltendes, für zwei Personen geeignetes Tarnzelt dass sich mit wenigen Handgriffen wieder zusammen legen lässt. Der Aufbau ist durch ein Dachgestänge etwas aufwändiger als der Aufbau des

Tarnzelt Bird Watching -> ein kleines, leichtes, sich selbst entfaltendes Ansitzzelt für eine Person.

Auch unter einem Tarnnetz können Sie sich verbergen. Achten Sie bein Einkauf darauf, dass die Maschen nicht zu gross sind und das Netz nicht raschelt. Ein Tarnnetz können Sie über Ihr Stativ mit Kamera und sich selbst werfen um sich so an die Umgebung optisch anzupassen.

Wild anfüttern

Um relativ zügig an Fotos zu kommen kann das Wild angefüttert werden. Das klappt naturgemäss im Winter wesentlich besser als zu anderen Jahreszeiten, in denen die Natur den Tisch für unser einheimisches Wild ausreichend deckt. Ein Vorteil des anfütterns ist, dass sich das Wild schnell auf die regelmässig angebotene und bequem erreichbare Nahrungsquelle einstellt. Beim anfüttern sollten Sie feste Fütterungszeiten einhalten, die mit dem Beginn des Ansitzes zusammen fallen können. Zu beachten ist auf jeden Fall, dass eine Absprache mit dem Revierinhaber getroffen werden muss bevor Sie eine Wild-Lockfütterung (Kirrung) anlegen.

NABU Ansitzeinrichtungen

Der NABU - Bund für Naturschutz unterhält eigene Beobachtungshütten, die für Naturfotografen gut geeignet und frei zugänglich sind. Erkundigen Sie sich bei dem für Ihre Region zuständigen NABU über die dort angebotenen Möglichkeiten.

Angemessene Kleidung

Sie selbst können natürlich nicht in bunter Alltagskleidung auf Wild ansitzen sondern sollten Ihre Kleidung so wählen, dass Ihr Umriss möglichst nicht zu deutlich wahrnehmbar ist. Helles Haar und weisse Haut sollten unter Hut und Kleidung verborgen werden. Passende Kleidung mit sogenannten Realtree ode Camouflage Tarnmustern erhalten Sie z.B. bei Jagdausrüstern und in Military-Läden.

Wichtig: Geduld

Die Wildlife-Fotografie aus dem Ansitz heraus erfordert vor allem viel Geduld. Die vorherige, sorgfältige Beobachtung und rechtzeitiges beziehen des Ansitzes in der richtigen Windrichtung werden den Erfolg der fotografischen Ansitzjagd erheblich verbessern und helfen, die Ansitzzeit zu verkürzen.

Um Fehler in der Vorbereitung und beim Fotoansitz zu vermeiden, sollten Sie die Sinne und Gewohnheiten der Tierart, die Sie fotografieren möchten, genau kennen.

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