13.02.2009 Die Kraniche von Insel

Kurz vor Mittag klingelte das Telefon - mein Mann Hannes informierte mich aus dem Fahrzeug, dass er gerade an einem grossen Schwarm Kraniche vorbei gefahren sei - ob ich Lust hätte sie zu fotografieren?

Überwintern auf den grossen Mais-Stoppelackern

Ein Teil der Kranichgruppe von 50-70 Tieren

Ein Teil der Kranichgruppe von 50-70 Tieren

Etwa 15 Fahrminuten von Rutenmühle entfernt liegt das Bauerndorf Insel, von den Einheimischen "Issel" genannt. Die Landwirte bauen wegen der Biogasanlagen hier sehr viel Mais an. Von den bei der Ernte verlorenen Kolben und Maiskörnern leben im Winter offenbar die Kraniche.

Als wir an dem Feld ankamen das Hannes auf der Heimfahrt entdeckt hatte, waren die Kraniche verschwunden. Wir konnten sie aber nach einigem Suchen wieder finden - allerdings vom nächsten Feldweg einiges entfernt so dass ich versuchte, mich an die Kraniche anzuschleichen. Wie immer wenn man im Winter über eine schneebedeckte Kuhweide marschiert und den Blick nicht am Boden hat lag ich auch schnell mitsamt Kamera auf der Nase - ein fest gefrorener Maulwurfshügel wurde zur Stolperfalle. Ich konnte, etwas gedeckt durch eine lose Baumreihe, noch auf etwa 200 Meter herankommen.

Es ist immer ein guter Tipp, das Fahrzeug nicht zu verlassen. Wenn sich ein Mensch sichtbar zu Fuss nähert fliegen die Kraniche etwa auf 300m ab. Mit dem Fahrzeug kann man auf etwa 150m an den Schwarm herankommen und mit einem Teleobjektiv fotografieren.

Schade, dass wir von den Kranichen nicht einen Tag eher erfahren haben. Die Großvögel wären an dem warmen, sonnigen und dunstfreien Vortag sicher sehr schön fotografierbar gewesen. Aber auch so haben die dunstigen Winterbilder mich sehr gefreut - das Vergnügen, die grossen Vögel so nah zu erleben und später auf den Fotos betrachten zu können hatte ich bisher noch nicht. Nun hoffe ich, dass der unerwartete Schneeeinbruch wie üblich schnell verschwindet und vor der Weiterreise der Kraniche noch ein paar schöne Fotos möglich werden. Vom Fahrzeug aus ist das fotografieren völlig unproblematisch. Die Vögel sind auch nicht beunruhigt, wenn angehalten und der Motor ausgeschaltet wird.

Die Fotos in der Galerie entstanden mit meiner Kamera und dem Canon EF 100-400mm das ich vorsichtshalber mitgenommen hatte um auch freihand fotografieren zu können. Für das nächste Mal werde ich eine Rohrisolierung auf die halb herabgelassene Autoscheibe schieben und darauf das 200-500mm Tamron Objektiv abstützen, das keinen Stabilisator hat und deshalb auf die Brennweite von 500mm ein Stativ oder eine Auflage benötigt.

Fotos der Kraniche sind jetzt in der Fotogalerie zu finden..

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