08.07.2009 Fotografie und Regenwetter

Drei Fragen zur Fotografie

Carsten Muck ist Schuld daran, dass ich an diesem wolkenverhangenen Vormittag gemütlich im Büro sitze und mich an einem Schneeballsystem beteilige bei dem ein Fotograf drei anderen drei Fragen stellt, die wiederum jeweils drei weiteren Fotografen....

Hier sind jedenfalls die drei Fragen von Carsten:

  • Was war die kurioseste Situation in der Du ein Foto gemacht hast?

  • Welche Gründe haben Dich zu dem Schwerpunkt der Fotografie gebracht in dem Du jetzt fotografierst?

  • Ist ein Foto eigentlich ein Abbild der Realität oder nur eine Kopie eines visuellen Eindruckes?

Die Antworten

Die kurioseste Situation in der ich je ein Foto gemacht habe - das war ohne Zweifel mein letztes Fotoshooting mit den Wildschwein Frischlingen. Ich wusste damals noch nicht, dass dieser Höhepunkt auch gleichzeitig das fotografische Ende der sehr losen Futterbeziehung sein würde. Die Frischlinge wurden danach heimlicher, kamen nur noch unregelmässig und zogen schliesslich ganz um. Bei diesem letzten Mal, an dem ich sie alle zusammen noch einmal fotografieren konnte, sass ich nur wenige Meter entfernt an einen Baum gelehnt von den Frischlingen entfernt, genoss die Nähe zu meinen Schützlingen und schmiedete fotografische Pläne für die nächsten Begegnungen. Wenn es sie nochmals geben sollte wird die überwiegende Zahl der Frischlinge in den Kochtöpfen der hiesigen Jägerschaft gelandet sein, derzeit sind noch vier oder maximal fünf Frischlinge am Leben.

Mein beruflich bedingter, fotografischer Schwerpunkt sind Islandpferde und ihre Reiter. Da ich im Landschaftsschutzgebiet der Lüneburger Heide in einem Naturparadies lebe begann für mich mit dem Kauf der ersten DSLRs, zunächst über das Erlernen der neuen fotografischen Möglichkeiten, auch das Entdecken der unglaublich interessanten Natur mit ihren Tieren und Pflanzen in meinem eigenen Lebensraum. Ich weis gar nicht, wie ich so lange an allem vorbei gehen konnte ohne dies alles so wahrzunehmen, wie das heute der Fall ist. Unser Wald ist voll von Lebewesen die sich vor uns sorgfältig verstecken - sie zu entdecken und zu fotografieren übt eine starke Faszination auf mich aus, eine fast jagdliche Passion hat sich da entwickelt.

Ein Foto ist für mich im besten Fall ein Abbild der Realität das mir Details und Momente zeigt, die (m)ein menschliches Auge so nicht erfassen kann. Die filigrane Schönheit von Blüten - die Eleganz des Bewegungsablaufes eines Pferdes - die unglaublichen Insekten oder auch ein Blick, ein verwehtes Haar, eine Feder - ein Augenblick - entzieht sich unserer Sehfähigkeit aber nicht der Kamera. Selbst beim Betrachten der Fotos grosser Säugetiere fallen mir oft noch Details auf, die ich sehend vorher gar nicht bemerkt hatte.

Drei neue Schneebälle

Drei neue Fragen für die nächste Runde:

  • Wie bist Du zur Fotografie gekommen - was hat Dich geprägt und was treibt Dich an?

  • Du planst eine Fotoreise - wohin wirst Du fahren und mit welchem fotografischen Ziel?

  • Gib uns einen fotografischen Tipp nach Deiner Wahl...

Ich gebe diese Fragen weiter an Norbert Riedel, Wolfgang Kern und Bernd Jacks.

Die Regeln für dieses Spiel: Fragen einfach als Kommentar oder in einem Blog Post mit Trackback beantworten und 3 weiteren Fotografen 3 Fragen stellen. Ihr könnt aber gerne auch in den Kommentaren eure Antworten posten.

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