05.02.2009 Fotojagd auf Greifvögel

Seit einer Woche wartete der Aufbruch des letzten Rehs der vergangenen Jagdaison schon im Wildschrank auf seinen Einsatz. Die Wetterbedingungen mit Dunkelheit und scharfem, kalten Ostwind liess einen Ansitz auf Greifvögel nicht zu. Heute war der erste Tag an dem sich die Sonne zumindestens zwischendurch mal schüchtern zeigte.

Mäusebussard mit hellem Federkleid

Eigentlich kein Foto-Wetter

Das für die Greife vorgesehene Futter musste nun aber langsam mal raus und obwohl schon klar war, dass es sich zum Mittag wieder zuziehen würde, fuhr mein Mann mich mit Stativ und Kamera heute um 10.30 Uhr, als es endlich einigermassen hell war, raus zu der Ansitzhütte.

Die jagdliche Einrichtung hatten wir für die Fotojagd gestern vorbereitet und die Seitenfenster mit Pappe verblendet. Vor die Frontscheibe wurde ein dichtes Tarnnetz so gehängt, dass in der Mitte ein Spalt für das Teleobjektiv frei bleibt. Ein allzu moderner Zaunpfahl wurde durch ein antikes Modell aus Eiche "verblendet" auf dem der weisse Mäusebussard dann auch Platz nahm.

Während ich geduldig ansass, hörte ich Hufgetrappel und mir wohlbekannte Stimmen. Das Gespräch konnte ich nicht verfolgen, jedoch hatten die Reiterinnen angehalten und diskutierten über irgend etwas. Wie ich später erfuhr, hatten sie den weissen Mäusebussard bereits in einer Birke sitzen sehen und unterhielten sich darüber dass das jetzt ein schönes Fotomotiv für mich wäre. Die beiden Frauen wussten nicht, dass ich unweit im Wagen wartete.

Nach einer Stunde und fünfzig Minuten, um 12.20 Uhr, landete der weisse Mäusebussard und mantelte über dem Aufbruch, den wir in einer von Wildscheinen in unserer Weide geschobenen Vertiefung versenkt hatten. Eigentlich hätte ich dann wissen müssen, dass er nicht alleine ist sondern Konkurrenz mitgebracht hatte, die sich meinem Blickwinkel, der sich auf die Optik der Kamera beschränkte, jedoch entzog. Erst später beim genaueren Betrachten der Digitalfotos konnte ich den zweiten Bussard ganz links angeschnitten am Bildrand erkennen.

Nach einigen Auslösungen hatte der Greif genug, baumte auf den schicken Dekopfahl auf und flog davon. Der braune Mäusebussard hatte sich ebenso unbemerkt wie er zunächst gelandet war, auch wieder in die Luft verzogen. Ich war mir nicht sicher ob die Beiden es nochmals wagen würden, wollte mir die Chance aber nicht entgehen lassen, obwohl ich nach zwei Stunden doch schon etwas kalte Füsse hatte. Ich wurde für meine Ausdauer belohnt - um 14.10 Uhr landete der braune Bussard während mir inzwischen der Rotz aus der Nase lief und sich der Plan, jetzt abzubrechen und nach Hause zu gehen, in meinem Kopf bereits manifestiert hatte.

Diesmal wagte ich es, mit dem Objektiv etwas näher an den Greif zu zoomen. Hinter dem Tarnnetz war ich eigentlich gut versteckt aber die Bewegung der sich aus der Deckung schiebenden GeLi wollte ich doch lieber ganz langsam vornehmen um den Braunen nicht vorzeitig zu verschrecken. Der war zum Glück sehr fasziniert von der gefundenen Atzung, die ihm nun konkurrenzlos zur Verfügung stand, dass er das zum Glück nicht merkte. Das Auslösegeräusch der Kamera trieb ihn aber einige Zeit später doch in die Flucht.

Leider war es nach der kurzen Wetteraufhellung am Vormittag inzwischen regnerisch und trübe geworden und an eine schnelle Verschlusszeit um die beiden Vögel im Flug aufzunehmen war nicht zu denken. Im Mai geht die Bockjagd wieder auf und ich denke, Hannes wird dann wieder etwas Futter für die Greifvogeljagd per Kamera übrig haben.

Hier gehts zu den Fotos von der Ansitzjagd auf Greifvögel..

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